Aktuelle Projekte

Wilhelm Tell - Friedrich Schiller

Ein Familienvater hebt die Armbrust. Er zielt auf den Kopf seines geliebten Sohnes. Nein, genauer: Er zielt auf den Apfel, der auf dem Kopf des Sohnes liegt. Die Leute um ihn herum sind entsetzt, halten den Atem an. Der Vater drückt ab. Was muss geschehen, dass ein Mensch so weit geht, das Leben seines eigenen Kindes so aufs Spiel zu setzen? Und was macht es mit einem Menschen, wenn er zu einer solchen Tat gezwungen wird? Muss Gewalt mit Gewalt beantwortet werden? Und ist Gewalt das Mittel, die eigene Freiheit zu erkämpfen? Schillers Drama über den Schweizer Widerstandskämpfer Wilhelm Tell ist eines der bedeutendsten Stücke der Weltliteratur. Freilichtspiele-Intendant Christian Doll setzt sich in seiner Eröffnungsinszenierung der 93. Freilichtspiele mit dem Mythos von Tell als Nationalheld und Schillers idealisiertem Bild des Freiheitskampfes auseinander.

 

Termine 2018:

 

Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Große Treppe vor St. Michael - Am Markt 1 - 74523 Schwäbisch Hall - Beginn: 20:30 Uhr

 

Dienstag, 24. Juli

Mittwoch, 25. Juli 

Freitag, 27. Juli 

Samstag, 28. Juli 

 


Don Camillo & Peppone - Giovannino Guareschi

Wer kennt sie nicht, den Priester Don Camillo und seinen Gegenspieler Giuseppe Botazzi, genannt Peppone. Hier der temperamentvolle und meinungsstarke Pfarrer, dort der Kommunistenführer und Bürgermeister. In dem Örtchen Boscaccio kämpfen diese zwei Alphatiere um die Vormachtstellung im Dorf. Da wird mit großer Hingabe provoziert, gebrüllt, beleidigt und im Notfall auch mittels eines zünftigen Faustkampfes der Tagessieger ermittelt. Ebenso kraftvoll und lebenssatt wie diese zwei Männer erscheinen uns sämtliche Bewohner des Dörfchens. Hier hat es seinen großen Auftritt, das pralle italienische Leben: Aufbrausend, laut, temperamentvoll und vor allem irrsinnig komisch wird über das Leben, die Liebe und die Politik gestritten. In der Bühnenfassung für die Große Treppe erwachen die berühmten Figuren Don Camillo und Peppone zu neuem Leben, und ihre Botschaft ist eindeutig: Den Krisen des Lebens begegnet man am besten mit einer guten Portion Humor, Rauflust und großer Menschenliebe. Und das gilt wahrscheinlich nicht nur auf der italienischen Piazza.

 

Termine 2018:

 

Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Große Treppe vor St. Michael - Am Markt 1 - 74523 Schwäbisch Hall - Beginn: 20:30 Uhr

 

Dienstag, 14.  August

Mittwoch, 15. August

Donnerstag, 16. August

Freitag, 17. August


Williams weite Welt - Ein Theaterspaziergang zum neuen Globe auf den Spuren von William Shakespeare

Vier Schauspieler und die Hamburger Band Tante Polly entdecken mitten im grünen Herzen der Stadt die weite Welt des genialen englischen Theatermachers William Shakespeare. Große Liebe und großes Drama spielt sich am Ufer des Kocher ab, mit Königen und Narren, Verliebten und Verschmähten, Träumern und Visionären.

Start und Ziel der theatralen Reise ist das neue Globe, das nach dem Vorbild von Shakespeares Londoner Globe Theatre errichtete neue Theatergebäude der Freilichtspiele Schwäbisch Hall.

 

Termine 2018:

 

Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Treffpunkt Neues Globe - Unterwöhrd 1 - 74523 Schwäbisch Hall - Beginn: 20:00 Uhr

 

Samstag, 21. Juli I Sonntag, 22. Juli I Donnerstag, 26. Juli I

Sonntag, 29. Juli I Dienstag, 31. Juli I Mittwoch, 01. August I Donnerstag, 02. August I 

Freitag, 03. August I Samstag, 04. August I Sonntag, 05. August I Dienstag, 07. August I

Mittwoch, 08. August I Donnerstag, 09. August I Freitag, 10. August I Samstag, 11. August I 

Samstag, 18. August I Sonntag, 19. August I Dienstag, 21. August I Mittwoch, 22. August 


Judas - Lot Vekemans

Es muss einem merkwürdig erscheinen, wenn die zentrale Botschaft einer Religion von Vergebung aller Sünden handelt, aber es gleichzeitig eine Schlüsselfigur gibt, der man nicht vergeben kann. Judas Ischariot galt in der christlichen Welt lange Zeit als Inkarnation des Bösen und ultimativer Sündenbock. Die niederländische Autorin Lot Vekemans zeigt eine neue Perspektive auf diesen Judas, indem sie ihn nach über 2000 Jahren wieder auferstehen lässt. In einem bewegenden intimen Zwiegespräch mit den ZuschauerInnen ringt, schwitzt und kämpft er um seine Geschichte, um seine Motive, die sich so sehr unterscheiden von dem, was wir als festgelegt und kanonisiert über sein Tun zu wissen meinen.

 

Gunter Heun lässt diesen Judas in der Inszenierung von Christian Doll lebendig werden. Ein Monolog, der unter die Haut geht.